Erfolgreiche SVB-Kämpfer bei den Westdeutschen Meisterschaften

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Erfolgreiche SVB-Kämpfer bei den Westdeutschen Meisterschaften

SV Brackwede e.V. JUDO
Veröffentlicht von Michael in News · 9 Oktober 2021
Starke Leistungen bei den Westdeutschen Einzelmeisterschaften am 09.10.2021


Das SVB-Judo-Team feiert nach zwei Bezirkmeistertilen nun eine Bronzemedaille und einen fünften Platz bei den Westdeutschen Meisterschaften.

Beim ersten Turnier nach der Corona-Pause hatten sich Mikail Bomke und Norwin Gräbe jeweils als Bezirksmeister für die höchsten Judo-Meisterschaften ihrer Altersklasse qualifiziert.

109 Jungen der Geburtsjahrgänge 2007, 2008 und 2009 gingen in Lippstadt in der gerade erst seit drei Wochen eröffneten Jahnsporthalle an den Start. Der JSV Lippstadt sorgte für eine reibungslose Organisation der Titelkämpfe. Landestrainer Jens Malewany nahm den Judo-Nachwuchs während der Kämpfe im Sinne der Talentsichtung unter die Lupe.




Zunächst wurden alle Kämpfer, BetreuerInnen und BesucherInnen unabhängig vom Impfstatus kontrolliert. Der negative Coronatest durfte nicht älter als 24 Stunden sein. Außerdem herrschte in der Halle Maskenpflicht, sofern man sich nicht an seinem Platz befand oder den Abstand nicht einhalten konnte.

Beide Gewichtsklassen, Norwin Gräbe startete bis 60kg und Mikail Bomke bis 66kg, waren mit 16 Startern gut besetzt.

Die Folgen des Judoverbots aufgrund von Corona konnte man am Teilnehmerfeld ablesen. Neue Kämpfer gab es im Teilnehmerfeld kaum, die meisten Judoka hatten schon einiges an Wettkampferfahrungen und fortgeschrittene Gürtelfarben vorzuweisen. Das Niveau hatte durch die Pause nicht gelitten, die meisten Teilnehmer hatten die letzten Wochen intensiv zur Vorbereitung genutzt.

Bomke überraschte in seiner ersten Begegnung Hugo Lage (Stella Bevergen) völlig, so dass SVBler Bomke nach nur 14 Sekunden als Sieger von der Matte ging. Norwin Gräbe fand sich bis 66kg nicht so leicht im Turnier ein, gegen Anselm Goedejohann (TSV Bayer 04) zeigte er sich zäh, ließ aber Nerven durchblitzen und verlor.

Während Gräbe auf seine Kämpfe in der Hoffnungsrunde in Richtung Bronzemedaille wartete, ging Bomke zur zweiten Begegnung in der Hauptrunde auf die Matte. Hendrik Lückner (Sport Union Annen) ließ sich nicht überraschen, er forderte mehr Einsatz von Bomke, der dann auch gern mit ihm in den Bodenkampf einstieg. Vor Ende der Kampfzeit hatte Bomke den Kontrahenten entsprechend im Haltegriff und konnte sich auf das kleine Finale freuen.

Gegen den späteren Westdeutschen Meister Yoshiya Laleike (JC 71 Düsseldorf) verkaufte er sich gut, kam aber nicht zum Zug und schied aus der Hauptrunde aus. Laleike wiederum siegte im Finale gegen Leonard Lobzin (TV Wickede), der zuvor gegen Meffet (TSV Hertha Walheim) gewonnen hatte.

Gräbe setzte im ersten Hoffnungsrundenkampf gegen Tobias Weller (TV Wolbeck) auf ungewohnte Techniken statt auf seine Spezialtechnik. Das bewährte sich, denn zunächst gab es keine Chance den passenden Griff für "seinen Hüftwurf" zu erarbeiten. Nach 2 Minuten und 11 Sekunden hatte Gräbe Weller zweimal auf den Rücken geworfen und kam relativ zufrieden von der Matte.

Während Bomke auf der Nachbarmatte gegen Konstantin Distel (TB Wülfrath) um die Bronzemedaille kämpfte, ging es auch für Gräbe Schlag auf Schlag weiter. Über vier Minuten kämpfte er mit Pedro Cardoso (JC Haldern). In der Verlängerung klappte es dann mit dem Hüftwurf und Gräbe war wieder ein Stückchen dichter am Kampf um Platz drei.

Bomke hatte während dessen im kleinen Finale kein Glück mit seinen Wurfversuchen, Distel erwies sich als starker und taktisch kluger Gegner. Bomke blieb also Platz fünf, der aber überhaupt nicht undankbar zu nennen sei, denn seine Leistung ist prima gewesen, bewertete Brackwedes Trainerin Nicole Wehmeier das Geschehen.

Für Gräbe ging es mit Giga Kiladze (Samurai Bochum) weiter. So langsam merkte man die Begegnungen, die an der Kondition zerrten. Auch in dieser Begegnung setzte sich der junge Brackweder (Jahrgang 2007) durch, um dann im kleinen Finale gegen den alten Bekannten aus dem Auftaktkampf Anselm Goedejohann um Bronze zu kämpfen.

"Echt jetzt?" war die Reaktion des SVB-Judoka. Trainerin Nicole Wehmeier schickte ihn dennoch hoffnungsfroh auf die Matte: "Norwin hätte ihn schon im ersten Kampf schlagen können. Er hat sich technisch in den letzten Kämpfen zunehmend besser präsentiert, darum bin ich sicher, das kann klappen."

Goedejohann, der erst im Halbfinale aus der Hauptrunde ausgeschieden war, hatte aber ebenfalls mächtige Ambitionen sich eine Medaille zu erarbeiten. Und so standen sich zwei Rivalen gegenüber, die dem anderen so gar keinen Vorteil gönnen wollten. Doch zum Schluss der Kampfzeit führte Brackwedes Gräbe mit einem Punkt und schnappte sich die Bronzemedaille.

Die Ergebnisse (Platz 1-7):

Norwins Gewichtsklasse bis 60 kg (16 Teilnehmer):

1. Jan Libuda, Sport-Union Annen
2. Yuichi Yokoyama, JC 71 Düsseldorf
3. Norwin Gräbe, SV Brackwede
3. Jayden Adolph, TSV Hertha Walheim
5. Anselm Goedejohann, TSV Bayer 04 Leverkusen
5. Mark Mikulinskyi, TSV Bayer 04 Leverkusen

Mikas Gewichtsklasse bis 66 kg (16 Teilnehmer):

1. Yoshiya Laleike, JC 71 Düsseldorf
2. Leonard Lobzin, TV Wickede
3. Konstantin Distel, TB Wülfrath
3. Meris Pacariz, TV Wolbeck
5. Mikail Bomke, SV Brackwede
5. Julian Meffert, TSV Hertha Walheim
7. Darian Michailow, PSV Herford
7. Hendrik Lückner, Sport-Union Annen


Herzlichen Glückwunsch an die beiden tollen Kämpfer vom gesamten SVB-Judo-Team!








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